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1. Männer: Was zählt, ist der Blick nach vorn

Güsen/Schönebeck (fna) So unwichtig das letzte Spiel in der Saison für den Verblieb der SG Lok Schönebeck in der Sachsen-Anhalt-Liga auch war, so bedeutend ist in den kommenden Wochen die Konzentration auf die neue Saison, denn der personelle Umbruch geht in seine zweite Runde. Für Christian Schuster beispielsweise war die 29:32-Niederlage beim Güsener HC der letzte Auftritt bei den Elbestädtern. "Er wird aus beruflichen und privaten Gründen leider nicht mehr zur Verfügung stehen", bedauerte Trainer Dirk Heinrichs. Auch Sebastian Papendiek und Hendrik Grünig stehen aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung, wobei Grünig durchaus noch aushelfen könnte. "Das wird sich noch klären", sagte Heinrichs. Falk Hohmann suche indes eine neue sportliche Herausforderung und wird den Verein verlassen. Die Zukunft von Jan Bauer, der seine Lehre beendet hat, ist noch ungewiss. "Wir werden jetzt erstmal austrudeln, bis Ende Mai lockeres Training absolvieren und ein paar Spieler beobachten", erklärte der Coach. Der Juni sei dann "handballfrei, um Abstand zu gewinnen".
Beim GHC, der körperlich sehr präsent war, verkaufte sich Lok indes sehr gut. Obwohl Robert Mennecke, Grünig und Papendiek fehlten, erspielten sich die Gäste eine 10:7-Führung, "weil wir die Außen in die Ecke gestellt und so ein Vier-gegen-Vier Positionsspiel geschaffen haben", erklärte Heinrichs. "Es war ein hartes, aber faires Spiel, temporeich und ein offener Schlagabtausch." Lediglich in der Chancenverwertung waren die Gastgeber besser, weshalb sie sich zur Pause eine 12:11-Führung erspielten und sich nach dem Wechsel erst zum 17:13 und dann zum 26:21 absetzten. "Ihr Keeper hatte einen starken Tag", musste Heinrichs eingestehen. Zwar verkürzte Lok zum 29:27, doch mehr war nicht drin "Wären wir im Abschluss besser gewesen, hätte mehr drin sein können." So aber stand im letzten Saisonspiel eine Niederlage zubuche, die keinem wirklich wehtut. Was zählt, ist jetzt ohnehin der Blick nach vorn.

Güsen: Bretschneider, Teske - K. Haßbargen (3), Hennig (4), Teßmann (2), Hoffmann (2), C. Haßbargen (8), Lehnau (4), Klewe (4), Steindorf (7), Salomon (1), Ehrke
Schönebeck: Schuster, Borchardt, Weiss - Kliem (6), Engelhardt (3), Schröder (3), Hohmann (10), Kazmierowski (1), Bauer, Schulz, Böttcher (10), Tomm
Siebenmeter: Güsen 4/3 - Schönebeck 5/3
Zeitstrafen: Güsen 7 - Schönebeck 5

Eintrag: 16.05.12 08:39 – Quelle: Volksstimme

1. Frauen: Schönebeck verliert und muss weiter um Klassenerhalt bangen

Von Frank Nahrstedt

Lisa Wolf im Spiel gegen SV Irxleben
Lisa Wolf (am Ball) erzielte drei Treffer bei der 22:28-Niederlage von Lok Schönebeck gegen den SV Irxleben. | Foto: Norbert Wulf

Derzeit bangen sie noch, die Handballerinnen der SG Lok Schönebeck. Nach der 22:28 (9:13)-Niederlage gegen den SV Irxleben ist der Verbleib in der Sachsen-Anhalt-Liga fraglich.

Schönebeck Die Chance, den Ligaverblieb am Wochenende aus eigener Kraft zu sichern, war groß. Dazu mussten aus den beiden Partien zwei Siege her. Doch das sehr kurzfristig angesetzte Nachholspiel gegen den TSV Niederndodeleben II - die Entscheidung des HVSA fiel am Donnerstagabend - konnte Lok aus personellen Gründen nicht wahrnehmen. Gegen Irxleben verhinderten Unkonzentriertheiten im Abschluss ein besseres Resultat.

Symptomatisch war die Szene beim 17:17-Ausgleich. Schönebeck hatte per Strafwurf die Möglichkeit, eine Führung zu erzielen, doch der Ball landete neben dem Kasten. Anstatt einen Vorteil zu bekommen, kassierten die Gastgeberinnen zwei Treffer in doppelter Überzahl. "Wir vergeben im Angriff zweimal kläglich", haderte auch Coach Dirk Schedlo mit der Wurfausbeute. Zwar blieb Lok dank seiner guten Abwehrarbeit bis zum 19:21 in Schlagdistanz, dann musste es aufgrund weiterer Fehlversuche den Gast aber ziehen lassen. "Da zeigte sich das alte Problem", sagte der Trainer. "Wir müssen viel Kraft aufwenden, um den Rückstand zu verringern. Dann fehlt uns die Konzentration in der entscheidenden Phase, um die Führung zu erzielen."

Christine Broßatim Spiel gegen SV Irxleben
Loks Christine Broßat (am Ball) erzielte zwei Tore gegen Jessica Reß und den SV Irxleben. | Foto: Norbert Wulf

Dabei zeigte das Team von Beginn an den Willen, die wichtigen Punkte für den Klassenerhalt einfahren zu wollen. Mit einer gut verschiebenden Deckungsreihe, die bis zur Pause nur 13 Gegentreffer zuließ, gelangen mehrere Ballgewinne, über das 2:0 setzte sich Schönebeck zum 4:1 ab. Doch anstatt zum 5:1 in Front zu gehen, "treffen wir dreimal den Pfosten", hatte Schedlo beobachtet. Insgesamt landeten die Würfe 14-mal am Gebälk. Zu viel, um ein besseres Resultat zu erzielen.
Wie Klaus Rupprich, Vorsitzender des Spielausschusses des HVSA, gestern mitteilte, "gibt es in der Sachsen-Anhalt-Liga der Frauen schon immer zwei Absteiger." Da weder der MSV Buna Schkopau noch ein weiteres Team aufsteigen wollen, "wird es wohl die Plätze zwölf und 13 treffen", das wären derzeit Großgrimma und Schönebeck. Lok müsste das Spiel gegen den TSV II gewinnen, um noch einen Platz nach oben zu klettern, denn der direkte Vergleich gegen Weißenfels und Niederndodeleben spricht für Lok. Doch in diesem Duell "wird es eine Wertung durch das Sportgericht geben", bestätigte Rupprich. Wann dies geschehe, wisse er aber nicht. Lok muss also weiter um den Ligaverbleib bangen. Staffelleiterin Ulrike Kersten war bis Redaktionsschluss nicht zu erreichen.

Lok Schönebeck: Suchan - Wolf (3), Goldgraebe, Bauer (6), Koeck (3), Sauer, Krause (5/5), Precht, Stagge, Depta (3), Moschner, Broßat (2), Braun
Siebenmeter: Schönebeck 8/5 - Irxleben 8/5
Zeitstrafen: Schönebeck 7 - Irxleben 4; Rot: Janka Bauer (3x2 Minuten, 59:37) -Schönebeck-

Eintrag: 16.05.12 08:41 – Quelle: Volksstimme

1. Männer: Schönebeck erreicht trotz 30:30 (16:16)-Unentschiedens gegen Glinde den Klassenerhalt

Lok nimmt dezimierte Eintracht auf die leichte Schulter

Robert Mennecke im Derby gegen Eintracht Glinde
Loks Robert Mennecke (Mitte) wird von Sascha Timplan und Michael Kreyenberg am Wurf gehindert. | Foto: Frank Nahrstedt

Schönebeck (fna) Lok Schönebeck wollte den Sieg im Derby gegen Eintracht Glinde, um aus eigener Kraft den Klassenerhalt zu sichern. Das 30:30 (16:16)-Remis war eigentlich zu wenig, doch dank der Schützenhilfe der SG Spergau (37:32-Sieg bei der SG Seehausen) darf das Team von Dirk Heinrichs auch in der kommenden Saison in der Sachsen-Anhalt-Liga starten.
Nach feiern war den Gastgebern am Sonnabend zunächst nicht zumute, das taten hingegen die Glinder. "Wir wollten in der Tabelle vor Lok bleiben", hatte Coach Andreas Wiese vor der Partie betont. Durch das Remis ist die Ausgansposition dafür gut, der Heimsieg am Sonnabend gegen Einheit Halle II ist fest eingeplant.
Womöglich war die dünne Bank der Gäste (acht Feldspieler) trügerisch, Lok nahm den Kontrahenten auf die leichte Schulter. In der ersten Viertelstunde ließ das Team die nötige Konzentration vermissen. "Nach dem Motto: Das packen wir schon", hatte Heinrichs beobachtet. Nach der 1:0-Führung musste Lok zunächst den 1:3-, später den 6:9-Rückstand hinnehmen. So fand Eintracht-Keeper Andreas Wiese, der Felix Hendrich vertrat und sein letztes Spiel als Aktiver für Glinde absolvierte, in die Partie und war ein motivierender Rückhalt für sein Team. Doch auch Christian Schuster hielt für Lok viele Bälle, so dass sich beide ein regelrechtes Fernduell lieferten, beide parierten jeweils mehr als zehn Würfe.
In der zweiten Hälfte setzte sich dieses Duell zwischen Ralf Borchardt (elf Paraden) und Wiese (neun) fort. "Wir haben keine Sicherheit in unsere Aktionen bekommen, unser Leistungsvermögen blitzte nur gelegentlich auf", haderte Heinrichs. Auch nach der roten Karte gegen Glindes Sascha Timplan nach Foul an Tim Böttcher (34.) "haben wir uns schwer getan". Erst in der Schlussphase erarbeitete sich Lok die Chance auf den Sieg - in Unterzahl. Stefan Kazmierowski glich mit einem Wurf aus dem Rückraum zum 28:28 aus, kurz danach markierte Martin Schröder das 29:28. Doch der Sieg sollte nicht gelingen. Nach dem 30:30 warf Schröder beim Passversuch auf Robert Mennecke den Ball ins Aus - bezeichnend, wie Heinrichs bemerkte: "Da hat man die mangelnde Absprache gesehen."

Lok Schönebeck: Schuster, Borchardt - Kliem, Engelhardt, Schröder (2), Hohmann (7), Grünig (1), Kazmierowski (5/3), Bauer (2), Papendiek (3), Schulz, Mennecke (1), Böttcher (3), Tomm (6)
Glinde: Eisenkolb, Wiese - Klein (5), Langoff, Knoblich (4), Kreyenberg (7/2), Timplan (6), Steinweg (3/2), Lindemann (5)
Siebenmeter: Schönebeck: 3/3 - Glinde 6/4
Zeitstrafen: Schönebeck 6 - Glinde 3; Rot: Sascha Timplan (33:03 Minuten) -Glinde-, Falk Hohmann (51:12 Minuten) -Schönebeck-

Eintrag: 07.05.12 11:21 – Quelle: Volksstimme

1. Männer: SG Lok Schönebeck bezwingt HV Wernigerode deutlich mit 37:26 (18:13)

Disziplin und Einstellung stimmen über 60 Minuten
Von Frank Nahrstedt

Sebastian Papendieck im Spiel gegen den HV Wernigerode
Ob mit links oder rechts, auf jeden Fall in Richtung Tor: Sebastian Papendiek und die SG Lok Schönebeck zeigten großen Willen und die richtige Einstellung über 60 Minuten. | Foto: Frank Nahrstedt

Schönebeck Einen Treffer von Denny Schulz gibt es nun wirklich nicht so oft zu sehen. Kein Wunder also, dass der Handballer der SG Lok Schönebeck, nachdem er den 37:26 (18:13)-Endstand gegen den HV Wernigerode markierte, von einer Traube jubelnder Mitspieler eingeschlossen wurde. Es war der emotionale Höhepunkt einer energisch und auf hohem Tempo geführten Partie, in der den Gastgebern zu jedem Zeitpunkt der unbedingte Wille zum Sieg anzumerken war. "Die Disziplin und die Einstellung haben über 60 Minuten gestimmt. Großes Lob an die Mannschaft", freute sich Trainer Dirk Heinrichs.
Überraschend war die 5-1-Deckung der Gastgeber zwar nicht, aber wie das Team sie mit Sebastian Papendiek auf Spitze umgesetzt hat, das war zuweilen beeindruckend. "Wir wussten, dass Wernigerode seine Halben gut in Szene setzen kann", erklärte Heinrichs, "deshalb haben wir das System beim Training am Donnerstag verinnerlicht." So arbeitete Papendiek am Neun-Meter-Kreis und störte den gegnerischen Spielfluss beziehungsweise den Aufbau. Zudem schob sich der Defensivverbund gut und schnell zur Ballseite, so dass auch den Außen des HVW nur schwierige Wurfpositionen erlaubt wurden.
So konnte auch der Keeper in die Partie finden, doch Christian Schuster benötigte am Sonnabend keine Anlaufzeit. Insgesamt 22 Würfe auf seinen Kasten hielt der Lok-Torhüter und war damit ebenso an der großen emotionalen Welle beteiligt wie beispielsweise Tim Böttcher, der sich bei Tempogegenstößen kaum von seinem Gegner aufhalten ließ und selbst aus schwierigsten Positionen noch einen Treffer markierte, beispielsweise zum 16:10 (26.) nach Parade Schuster und schnellem Konter.
Den Gästen wurde der Positionsangriff also so schwer wie möglich gemacht, sie waren lediglich durch gute Einzelaktionen und Schlagwürfe von Tobias Poetzsch oder Gerd Uhlmann erfolgreich, so dass Wernigerode bis zur Pause nur mit fünf Zählern zurücklag.
Apropos schwierige Positionen: Einen großen Anteil am Erfolg hatte David Tomm. Acht Treffer markierte der Rechtsaußen und überwand Wernigerodes Schlussmänner Michael Zimmermann oder Andreas Wisotzky aus dem Positionsspiel heraus selbst aus sehr spitzem Winkel. Vor allem in einer Phase, in der Gäste-Coach Dmitri Fillippov erst in einer 5-1-Deckung gegen Falk Hohmann und später in einer 4-0-2 gegen Hohmann und Martin Schröder umstellte, hielt Tomm seine Farben auf Kurs. "Wir haben auch in diesen Situationen spielerisch nicht nachgelassen", lobte der Trainer.
Spätestens beim 30:18 (47.) war die Entscheidung gefallen, doch Lok forcierte noch immer das Tempo, so dass Heinrichs seine Schützlinge zur Ruhe ermahnen musste. In dieser Hektik produzierte Lok zwar drei Ballverluste, doch insgesamt "war unsere Fehlerquote sehr niedrig".

Lok Schönebeck: Schuster - Engelhardt, Schröder (4), Hohmann (6), Grünig (1), Kazmierowski (7), Bauer, Papendiek (4), Schulz (1), Mennecke (2), Böttcher (4), Tomm (8)
HV Wernigerode: Zimmermann, Wisotzky - Völkel (3), Uhlmann (8/2), Berge, Hoffmann (6/2), Nierlein, Ahlsleben, Stecker (4), Fahrtmann (1), Poetzsch (2), Karau (1)
Siebenmeter: Schönebeck 3/1 - Wernigerode 5/4
Zeitstrafen: Schönebeck 3 - Wernigerode 4; Rot: Sebastian Papendiek (3x2 Minuten, 58:06) -Lok Schönebeck-

Eintrag: 16.04.12 11:24 – Quelle: Volksstimme

1. Frauen: SG Lok Schönebeck - SV Oebisfelde 22:30 (9:17)

Klassischer Unglückstag, reduziert auf zehn Minuten
Von Björn Richter

Saskia Kalwatz im Spiel gegen den SV Oebisfelde
So wie in dieser Szene bei Saskia Kalwatz (r.) bekamen die Gäste vom SVO stets irgendwie noch die Hand an den Ball. | Foto: Richter

Schönebeck Etwa seit dem Mittelalter sind Häufungen von Unglücksfällen an einem Freitag, den 13. urkundlich erwähnt. Offenkundige Anhänger dieses Aberglaubens sahen sich gestern Abend in der Schönebecker Franz-Vollbring-Sporthalle bestätigt. Die Handballerinnen der gastgebenden SG Lok unterlagen im Nachholspiel der Sachsen-Anhalt-Liga gegen den SV Oebisfelde deutlich mit 22:30 (9:17).
Wie schulbuchmäßig dieser Unglückstag verlaufen würde, wurde allen Beteiligten schon in der Anfangsphase vor Augen geführt. "Wir haben das Spiel in den ersten zehn Minuten verloren", befand Lok-Coach Dirk Schedlo. Magere zwei Treffer brachte die Heimsieben innerhalb der ersten elf Minuten zustande, da waren die Gäste schon auf sieben enteilt. Immer wieder schlich sich im Vorwärtsgang der Fehlerteufel ein, Ballverluste und Fehlwürfe waren eher Regel als Ausnahme. Zur Ehrenrettung der SG Lok sei gesagt, dass auch Pech im Spiel war, etwa bei zwei Pfosten- treffern in Folge (16.). "Aber es war auch egal, welche Deckung wir gespielt haben", denn ob 6-0- oder 5-1-Variante: Die Kreise der Gäste um die bärenstarke Allrounderin Franziska Dietz konnten die Schönebeckerinnen nicht einengen.
Erst vor der Pause keimte Hoffnung auf, durch sieben Treffer in zehn Minuten wurde der Rückstand mit acht Toren halbwegs erträglich gehalten. Es blieb jedoch der fade Beigeschmack von drei vergebenen Siebenmetern.
Merkwürdige Ambivalenz nach Wiederbeginn: Zwar gelang Janka Bauer der erste Treffer der zweiten Hälfte zum 10:17 (32.), doch anschließend herrschte erneut zehnminütiger Leerlauf. "Gelingt es uns, den Schwung über die Pause zu retten, ist vielleicht etwas möglich", trauerte Schedlo den vergebenen Möglichkeiten hinterher. Da aber auch die Gäste nicht mehr am Limit spielten, blieb der Abstand bei konstanten acht bis neun Toren (13:22, 17:25).
Erneut in der Schlussphase rappelte sich das Team noch einmal auf, was Schedlo nicht verborgen blieb: "Dass wir komischerweise zum Ende der Halbzeiten verkürzen, zeigt, dass die Kondition stimmt."
Auf diese kommt es auch morgen an, wenn die SG Lok beim Tabellenführer MSV Buna Schkopau gastiert (15.45 Uhr). Nur darf die SG Lok dann nicht den gleichen Fehler machen wie gegen den SVO. Laut Schedlo war "der Respekt zu groß". Gemeint war jener vor dem Gegner, nicht vor Freitag, dem 13.

SG Lok Schönebeck: Suchan - Wolf, Goldgraebe (6), Bauer (4), Koeck (2), Sauer (1), N. Krause (3/3), Precht, Stagge (1), Depta, Moschner, Kalwatz (2), Broßat (2), Helbig (1)
SV Oebisfelde: Müller, Hübe - Loan, Brosig (5), Schulz (6/1), Dietz (9), Thiele (5), Rödiger (3/1), Franke (1), Hahnauer, Adamietz (1)
Siebenmeter: Lok 7/3 - SVO 2/2
Zeitstrafen: Lok 2 - SVO 5

Eintrag: 14.04.12 11:29 – Quelle: Volksstimme

1. Frauen: Lok Schönebeck gewinnt mit 28:27 (12:13) gegen Niederndodeleben II

Nervenstark: Nicole Krause trifft alle neun Siebenmeter
Von Norbert Wulf

Vivien Goldgraebe im Spiel gegen die TSV Niederndodeleben
Vivien Goldgraebe (am Ball) trug fünf Tore zum wichtigen Sieg gegen den TSV Niederndodeleben II bei.
Archivfoto: Frank Nahrstedt


Schönebeck Es ist nicht belegt, ob es am Abend des Sonnabends einen großen Knall in der Nähe der Franz-Vollbring-Sporthalle gab. Wenn, dann muss er sehr laut gewesen sein. Denn groß dürfte die Last, die Trainer Dirk Schedlo nach dem knappen 28:17 (12:13)-Erfolg seiner Handballerinen von der SG Lok Schönebeck im Abstiegsduell gegen den TSV Niederndodeleben II von den Schultern fiel, gewesen sein.
Zur Halbzeit sah es noch nicht danach aus, dass sich der Trainer von der Last befreien könnte. Mit einem Tor lagen die Gastgeberinnen 12:13 zurück. "Da spielte noch die Angst vor der eigenen Courage eine Rolle. Die Mannschaft musste erst erkennen, dass der Gegner schlagbar ist."
Angeführt von einer nervenstarken Nicole Krause, die alle neun Siebenmeter für Lok sicher im Tor unterbrachte, kam Schönebeck in der zweiten Halbzeit zum Erfolg. Auch einen Drei-Tore-Rückstand vier Minuten vor Schluss brachte die Mannschaft nicht aus dem Konzept. Josephine Suchan im Lok-Tor parierte einige wichtige Bälle, so dass bis zum Abpfiff kein Treffer mehr für die Gäste fiel.
Auf der Gegenseite behielt Krause mit ihrem letzten verwandelten Siebenmeter zehn Sekunden vor Ende eiskalt die Nerven und sicherte so den Sieg. "Der Erfolg geht auf die Nervenstärke einiger Spielerinnen zurück", freute sich der Coach über das neu gewonnen Selbstvertrauen.
Davon hat allen voran Lisa Wolf eine ganze Menge. Erst vor zwei Monaten wurde sie am Knie operiert und feierte am Sonnabend ein Blitz-Comeback. "Das war ein weiterer Schlüssel zum Erfolg. Lisa hat zusätzliche Stabilität in die Abwehr gebracht", zeigte sich auch Schedlo positiv überrascht von dem guten Heilfleisch seiner Spielerin.
Die Abwehr stabilisieren und vorne 30 Tore werfen, so lautete die Vorgabe des Trainer zur Pause. Dass am Ende auch 28 Treffer reichten, war umso erfreulicher. Ein Beleg für die gute Defensivleistung im gesamten Spiel liefert die Siebenmeter-Statistik. Lok kassierte nur zwei Strafwürfe gegen sich. "Wir haben früh attackiert und nicht durch den Kreis verteidigt. Da waren wir cleverer als der Gegner", fand Schedlo lobende Worte.
Positiv rundeten den Tag diesmal auch die Entscheidungen der Schiedrichter ab. Die Kleinigkeiten fielen, besonders in der Schlussphase, zu Gunsten der Gastgeberinnen aus. Endlich einmal war das Glück auf ihrer Seite. Schedlo benannte es nach dem Spiel völlig befreit als "erkämpftes Glück."

SG Lok Schönebeck: Suchan - Wolf, Gold- graebe (5), Bauer (3), Sauer (1), Krause (10), Precht, Stagge (1), Depta, Moschner, Kalwatz (5), Broßart (3)
Siebenmeter: Lok Schönebeck 9/9 - TSV Niederndodeleben II 2/1
Zeitstrafen: Lok Schönebeck 5 - TSV Niederndodeleben II 5

Eintrag: 04.04.12 13:34 – Quelle: Volksstimme

1. Männer: Lok Schönebeck verliert unnötigerweise mit 35:41 (12:21) gegen die SG Spergau

Abschlussschwäche und fehlende Cleverness bleiben das Manko
Von Norbert Wulf

Spergau In einem Spiel zweier schwacher Abwehrreihen zogen die Handballer der SG Lok Schönebeck mit 35:41 (19:21) in der Sachsen-Anhalt-Liga bei der SG Spergau am Sonntag den Kürzeren. Die Niederlage war aufgrund des Spielverlaufs und der wieder einmal unerklärlichen Abschlussschwäche zum Ende des Spiels mehr als vermeidbar.
Kapitän Stefan Kazmierowski sah fehlende Cleverness und Erfahrung bei einigen Spielern als die beiden entscheidenden Faktoren für die Niederlage. "Wir hatten uns nach dem Unentschieden gegen Langenweddingen mehr ausgerechnet und es war mehr möglich."
In Halbzeit eins liefen die Elbestädter stets einem Rückstand von zwei, drei Toren hinterher und versäumten es bis zur Pause, den Ausgleich zu erzielen. Nichtsdestotrotz war mit 19:21 aus Sicht der Gäste noch alles möglich in dieser Partie.
Das Spiel lief in der zweiten Halbzeit zunächst einmal so weiter wie die erste geendet hatte. Spergau legte vor und Lok nach, so dass es beim knappen Zwei-Tore-Abstand blieb. Ab der 40. bis zur 45. Minute hatte Schönebeck seine beste Phase im gesamten Spiel. Dank einiger starken Paraden von Torwart Christian Schuster im Verbund mit einer konzentrierteren Abwehr erzielte die SG Lok zunächst den Ausgleich und ging dann sogar mit zwei Toren in Führung.
"Danach kommt unerklärlicherweise ein Bruch in unser Spiel", schilderte Kazmierowski an, was in den verbliebenen 15 Minuten bis zum Ende passierte. Besonders im Offensivspiel schlichen sich nun vermeidbare Fehler ein. Die vorgetragenen Angriffe wurden zu früh abgeschlossen. Zudem haperte es bei den Lok-Spielern an der Chancenverwertung - ein allzu bekanntes Problem in dieser Saison. "Wir müssen in dieser Phase die Angriffe länger ausspielen", legte der Kapitän den Finger in die Wunde.
Am Ende stand eine ernüchternde, weil vermeidbare 35:41 (19:21)-Niederlage an der Anzeigentafel. Wie schon öfter in den Spielen zuvor stand sich die Mannschaft einem zählbaren Erfolg selbst im Weg. "35 erzielte Tore in fremder Halle müssen normalerweise locker für eine Sieg reichen", sprach Kazmierowski die bittere Erkenntnis aus.
Die Mannschaft von Trainer Dirk Heinrichs hat in den verbleibenden Spielen der Saison noch viermal die Chance die immer gleichen Fehler abzustellen und es besser zu machen. Mit drei Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz ist der Klassenerhalt noch nicht sicher.

Eintrag: 04.04.12 13:39 – Quelle: Volksstimme

1. Männer: Lok und SVL trennen sich 30:30 (14:17)-remis

Mit neuen Stärken im Positionsspiel
Von Frank Nahrstedt

Stefan Kazmierowski im Spiel gegen die SV Langenweddingen
Stefan Kazmierowski (am Ball) setzt sich gegen seinen ehemaligen Teamkollegen Mario Seifert durch. Nach langer Durststrecke waren die Schönebecker im Positionsspiel sehr erfolgreich. | Foto: F. Nahrstedt

Dank einer Steigerung in Hälfte zwei und einer Umstellung in der Abwehr hat sich Lok Schönebeck im "kleinen Derby" der Handball-Sachsen-Anhalt-Liga gegen den SV Langenweddingen beim 30:30 (14:17) einen Punkt gesichert.

Schönebeck Es wäre des Guten wohl zu viel gewesen, wenn Lok die Partie noch gewonnen hätte, immerhin lag der Gastgeber zwischenzeitlich mit 19:24 zurück. Dann wurde in der Deckung umgestellt. Entweder nahm Tim Böttcher in einer 5-0-1 Langenweddingens Mario Seifert aus dem Spiel oder in einer 4-2 gegen Seifert und David Stolze wurde offensiv abgewehrt. "Das war die Wende im Spiel", schätzte Coach Dirk Heinrichs ein. Auch Hendrik Grünig, der aus beruflichen Gründen seit zwei Wochen nicht trainieren konnte, setzte gute Akzente in der Deckung und markierte das zwischenzeitliche 22:24.

Überhaupt wusste das Positionsspiel zu gefallen. Da sich der SVL gut auf die Schnelle Mitte eingestellt hatte, "habe ich die Jungs in die Pflicht genommen". Diesmal also haben sie die guten Eindrücke aus den Trainingseinheiten bestätigt, sei es durch einen sich gut freilaufenden Stefan Kazmierowski am Kreis oder einen gut aufgelegten Robert Mennecke aus dem Rückraum.
Zudem senkte das Team in Hälfte zwei die Fehlerquote. Drei Ballverluste und fünf Fehlwürfe von Lok standen sechs technische Fehler, beziehungsweise sieben "Fahrkarten" der Gäste gegenüber. Ebenfalls stark: Keeper Christian Schuster, der in den letzten 15 Minuten sieben Würfe auf seinen Kasten hielt. "Wir hatten außerdem am Ende konditionell mehr Reserven." Mit Tempo erhöhte Lok also nach dem 24:24 durch David Tomm auf rechtsaußen zum 29:27, ebenfalls durch Tomm nach Parade Schuster.
Schönebeck hätte diesen Vorsprung durchaus ins Ziel bringen können, doch ein überhasteter Abschluss von Tim Böttcher aus schlechter Position heraus nach Konter sowie einer von elf gehaltenen Würfen durch Keeper Matthias Krüger ebneten erst den Weg zum 29:29-Ausgleich für den SVL und wenig später sogar zur 30:29-Führung. Böttcher relativierte seine schlechte Entscheidung aber noch und traf aus spitzem Winkel von linksaußen zum 30:30-Ausgleich (60.).
Wenige Sekunden waren noch zu absolvieren, als Martin Schröder einen schlechten Wurf nahm und die Gäste konterten. Doch der Versuch wurde erfolgreich abgewendet - auf Kosten eines Freiwurfs, die Uhr war inzwischen abgelaufen. Sicherlich etwas glücklich für Schönebeck, die Unparteiischen hätten auch auf Siebenmeter entscheiden können. "Da hatten wir das Glück, das uns in den vergangenen Wochen gefehlt hatte", sagte Heinrichs. Der Wurf blieb in der Mauer hängen, danach bejubelten Spieler und Fans gemeinsam "den gefühlten Sieg", ein richtiger wäre des Guten zu viel gewesen.
Langenweddingen dürfte sich aus dem Rennen um die Bronzemedaille verabschiedet haben. Lok hingegen feierte einen wichtigen Punkt im Kampf um den Ligaverbleib und dürfte in zwei Wochen bei der SG Spergau gute Karten haben, wenn das Team die Leistung erneut abrufen kann.

Lok Schönebeck: Schuster, Borchardt, Weiss - Kliem, Engelhardt (1), Schröder (2), Hohmann (5), Kazmierowski (8/5), Papendiek, Schulz, Mennecke (4), Böttcher (4), Tomm (3), Grünig (3)
SV Langenweddingen: Krüger, Bzdok - Stolze (7/4), Stack, R. Schult (3), Bollmann, Schröder (1), Herrmann (6), Seifert (9), Heine (1), Rohr (2), S. Schult (1)
Siebenmeter: Schönebeck 5/5 - Langenweddingen 4/4
Zeitstrafen: Schönebeck 2 - Langenweddingen 5; Rot: Kevin Engelhardt (29:22 Minuten)

Eintrag: 19.03.12 09:39 – Quelle: Volksstimme

1. Männer: TSG bezwingt Lok mit 32:25 (19:12)

Calbe siegt durch mehr Effektivität
Von Frank Nahrstedt

Lok vs. TSG Calbe
Derzeit in bestechender Form: René Hulha (am Ball) verwandelte in Abwesenheit von Björn Rätzel die Siebenmeter und war am Derbysieg der TSG Calbe mit neun Treffern beteiligt. | Foto: Frank Nahrstedt.

In einem temporeichen Derby der Handball-Sachsen-Anhalt-Liga hat am Sonnabend die TSG Calbe die SG Lok Schönebeck vor etwa 350 Zuschauern mit 32:25 (19:12) bezwungen. Erfolgreichster Werfer war René Hulha mit neun Treffern.

Calbe Szenenapplaus für den Gegner gibt es nicht so oft, umso schöner war der Beifall der Calbenser Anhänger für Lok-Keeper Ralf Borchardt bei seiner Einwechslung in der 45. Minute. Doch auch der Routinier konnte den Strafwurf von René Hulha nicht parieren. Dafür steigerte er sich in den verbleibenden zehn Minuten auf fünf gehaltene Bälle, weshalb das Resultat zwischenzeitlich auf fünf Zähler Rückstand für sein Team schmolz (25:30, 57.). Doch zu viele Fehlwürfe und Ballverluste (in der Summe zwölf in Halbzeit zwei) produzierten seine Vorderleute, weshalb auch die sechs Paraden von Sebastian Weiss zuvor ohne Effekt blieben und es am Ende ein deutliches Ergebnis blieb. "Wir haben in der ersten Halbzeit vieles richtig gemacht. Doch in den zweiten 30 Minuten war irgendwie die Spannung weg", resümierte Co-Trainer Peter Weiß. "Wichtig waren die zwei Punkte, zufrieden bin ich mit dem Spiel aber nicht."
Lok-Trainer Dirk Heinrichs haderte sehr mit den vergebenen Chancen, "im Positionsspiel haben wir uns nicht die Würfe aus dem Rückraum genommen". Erst in der Schlussphase erzielte Robert Mennecke zwei Treffer aus neun Metern, doch insgesamt war das Positionsspiel der Gäste zu einfallslos, zu statisch. "In der letzten Viertelstunde konnten wir nochmal zulegen", hatte Heinrichs beobachtet, doch spätestens der vergebene Konter von Kazmierowski, als er frei vor Keeper Daniel Bertram, der starke sieben Bälle in 15 Minuten Einsatzzeit hielt (58.), vergab, besiegelte Loks Schicksal.
Bis zum 2:2 war die Partie ausgeglichen, dann legte die TSG durch zwei Treffer von Hulha zum 4:2 vor und gab die Führung bis zum Ende nicht mehr aus der Hand. Die 6-0-Deckung verschob gewohnt schnell und trat frühzeitig auf den Rückraum hinaus, wenn auch nicht über die gesamten 60 Minuten. Mit einem sicheren Stefan Wiederhold zwischen den Pfosten baute Calbe die Führung zum 10:5 aus, nutzte dabei gedankenschnell die Lücken in der Defensive der Gäste, beispielsweise beim Einwurf von Christian Hübner zu Hulha, der durch die Lücke sprintete und ohne Gegenwehr am Kreis abschloss.
Lok verteidigte gut, versuchte sich schließlich in einer 5-1 mit Kazmierowski oder Sebastian Papendiek auf Spitze gegen Hulha, doch die Initialzündung blieb aus. Selbst gute Paraden von Christian Schuster blieben ohne Effekt, weil im Konter der Ball verloren oder der Wurf neben das Tor gesetzt wurde. Somit baute der Tabellenerste dank seiner besseren Effektivität die Führung zur Pause zum 19:12 aus.
Nach dem Wechsel blieb die TSG stark, wenngleich in der Defensive zusehends die Spannung abfiel. Dem 20:12 von Ronny Krause (32.) folgte das 20:14 durch Falk Hohmann. In der Folge produzierte Calbe einige seiner insgesamt sechs Fehlwürfe in der zweiten Hälfte, verwarf unter anderem Freie (Hübner, 37.). Doch Lok nutzte die Schwächephase nicht, hatte selbst neun Ballverluste in den zweiten 30 Minuten. Nach starker Parade von Wiederhold und dem langen Pass auf Hübner verwandelte dieser zum 23:15, wenig später sorgte der aufmerksam verteidigende Mathias Walter nach Ballgewinn und Konter für den ersten Zehn-Tore-Vorsprung seiner Farben (25:15, 42.).
Nach der Partie hatte Abteilungsleiter Gunnar Lehmann noch eine große Überraschung für die Calbenser Handballfans parat. Anlässlich der Feierlichkeiten zum 90-jährigen Bestehen des Calbenser Handballs wird am 1. April der amtierende Deutsche Meister HSV Hamburg in der Rolandstadt gastieren und gegen die TSG antreten. Vielleicht schaut sich auch Ralf Borchardt diese Partie an, Szenenapplaus wird es dann allerdings für andere Akteure geben.

Calbe: Wiederhold, Bertram - Walter (2), Barby (4), Krause (2), Doll (3), Hulha (9/3), Roost (1), N. Rätzel (1), M. Kralik, Sowa (4), Hübner (6)
Schönebeck: Schuster, Weiss, Borchardt - Kliem (2), Engelhardt (2), Schröder (2), Hohmann (4), Kazmierowski (5/2), Bauer (1), Papendiek, Schulz, Mennecke (3), Böttcher (3), Tomm (3)
Zeitstrafen: Calbe 4 - Schönebeck 5
Siebenmeter: Calbe 3/3 - Schönebeck 2/2

Eintrag: 13.03.12 10:56 – Quelle: Volksstimme

1. Männer: Die SG Lok Schönebeck unterliegt mit 28:29 (13:10) gegen die SG Seehausen

Kuriose Schiedsrichterentscheidung bringt Lok auf die Verliererstraße
Von Norbert Wulf

Schönebeck Ein Rückfall in alte Muster bescherte den Handballern der SG Lok Schönebeck eine bittere 28:29 (13:11)-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten SG Seehausen.
Als "Spiel der Absteiger" betitelte Lok-Trainer Dirk Heinrichs die Partie, vor allem mit Blick auf das Niveau der Begegnung. "Es gab kaum einmal gelungene Aktionen oder schöne Spielzüge auf beiden Seiten. Beide Teams haben mit Druck versucht die Punkte einzufahren."
Die Gastgeber gerieten zunächst in Rückstand. Erst 3:5 und dann 4:6 hieß es aus ihrer Sicht. Bei Seehausen trumpfte vor allem Geburtstagskind Benjamin Mittag (wurde am Sonnabend 25) gewaltig auf, denn die ersten vier Treffer seiner Mannschaft kamen einzig und allein auf sein Konto.
Anschließend drehten die Lok-Spieler die Partie und erarbeiteten sich eine 13:10-Führung, die bis zur Halbzeitpause immer noch Bestand hatte. Beim Stand von 22:22 im zweiten Durchgang war das Spiel wieder ausgeglichen. Schönebeck ging ihrerseits wieder zum 25:22 davon, gab dann aber zehn Minuten vor Ende die Partie aus der Hand.
Ausschlaggebend war eine kuriose Entscheidung der Schiedsrichter. Die Mannschaft von der Elbe war im Angriff und bekam einen Freiwurf zugesprochen. Noch nichts außergwöhnliches, sondern ganz alltäglich im Handball. Robert Mennecke nahm sich den Ball und passte ihn auf die Außenposition zu einem Mitspieler. Dieser Vorgang wurde von den beiden Unparteiischen zurückgepfiffen. Auch das passiert in einem Spiel an die zehn Mal. Doch für das Fehlverhalten, welches normalerweise mit einer einfachen Wiederholung des Freiwurfes "bestraft" wird, gab es für Mennecke nun eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe. Zum größten Unverständnis der Auswechselbank der Gastgeber und die Zuschauer in der Halle.
Viel unverständlicher war, dass die Gastgeber nur kaum noch zum Zuge kamen. Zwar agierten sie in Unterzahl, doch magere drei Tore bis zum Spielende sind etwas dürftig. In den verbleibenden zwei Minuten bot sich für Schönebeck noch die Chance zum erneuten Ausgleich. Doch auch hier paarten sich Unvermögen mit unglücklichen Entscheidungen der Schiedsrichter, die in einigen Aktionen keinen fälligen Freiwurf gaben.
Was bleibt, ist ein weiterer Rückschlag für Heinrichs Mannschaft. Da ist im Training viel Aufbauarbeit gefragt in der kommenden Woche. Immerhin steht am nächsten Spieltag das Derby gegen den Tabellenzweiten TSG Calbe auf dem Plan.
Doch gestern Abend hatte Heinrichs noch damit zu tun die Niederlage zu verarbeiten. Er suchte auch nach Abpfiff das Gespräch mit den Unparteiischen, die aber zu keiner Stellungnahmen und keiner Diskussion bereit waren. Sowieso beschäftige sich der Trainer mehr mit den eigenen Fehlern. "Wir konnten nicht an die Leistung der letzten Wochen anknüpfen." Nur ab und zu durch Einzelaktionen blitzte so etwas wie Spielfreude auf. Von Anpfiff weg fanden seine Spieler nicht die nötige Lockerheit, um das Spiel erfolgreich gestalten zu können. Der Druck siegen zu müssen war zu groß und lähmte die Akteure vor allem in den letzten zehn Minuten, als sie in der spielentscheidenden Phase den Faden verloren. "Die zwei Punkte wären wichtig gewesen", sagte ein der Coach enttäuscht.

SG Lok Schönebeck: Schuster, Weiss - Bauer (2), Grünig (1), Schröder (7), Tomm (3), Kazmierowski (6), Mennecke (2), Hohmann (4), Böttcher (2), Engelhardt

Eintrag: 05.03.12 09:08 – Quelle: Volksstimme

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